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Nasenaffen ziehen in Apenheul ein

Voll Spannung sind sie erwartet, die Vorbereitungen am Gehege sind abgerundet, nun sind sie wirklich da: die Nasenaffen! Die drei Männchen Julau (9), Bena (10) und Bagik (9) haben ihre lange Reise aus dem Zoo Singapur ausgezeichnet überstanden.

Sie  leben sich gut ein, entdecken langsam ihre Umgebung lassen sich seit 26. Juli auch von Besuchern bewundern.

Zoologisches Schmankerl im Jubiläumsjahr

Nasenaffen sind eine Seltenheit in Zoos. Vor allem wegen ihres Menüs – frische Blätter - gelten sie als anspruchsvolle Kostgänger. In Europa und Amerika zeigt bis auf Apenheul kein einziger Zoo diese Art. 

Es ist dann auch eine große Ehre, dass diese Tiere nun aus dem Zoo von Singapur nach Apenheul gekommen sind. Für Besucher bietet dies eine einzigartige Gelegenheit, diese spektakuläre Art kennen zu lernen. Und echte Affenfreunde – zum Beispiel aus Deutschland -  werden dafür sicher auch die Anreise nach Apenheul gerne auf sich nehmen.

Auffällig

Der Nasenaffe ist eine auffällige Erscheinung. Vor allem die Männchen mit ihren bizarr langen Nasen und den dicken Bäuchen stechen ins Auge.

 

Diesen Kennzeichen verdanken die Affen in Indonesien den scherzenden Beinamen “Orang Belanda” – frei übersetzt: ‚Holländer’.

Junggesellen

Die drei Männchen, die nun in Apenheul wohnen, sind in Singapur Zoo geboren und leben dort schon einige Zeit als Junggesellengruppe beieinander. Auch in der Natur kommen neben Haremsgruppen Junggesellengruppen vor. Das Schwierigste an der Haltung von Nasenaffen ist das Bereitstellen von leckerem Blatt in den kalten Wintermonaten, wenn unsere Laubbäume in Europa kahl sind. Unmengen von Blättern – von Hand in unzähligen Stunden von den Tierpflegern verlesen -  sind schon für die Feinschmecker eingefroren.